Oksana Lyniv Dirigentin

Bio

Internationale Dirigentin, Gründerin und künstlerische Leiterin des LvivMozArt Festivals, Lviv (Ukraine), Gründerin, Dirigentin und künstlerische Leiterin des Youth symphony orchestra of Ukraine / YsOU.
Offiziell angekündigt als die erste Dirigentin in der Geschichte der Bayreuther Opernfestspiele, mit der Debütproduktion von "Fliegender Holländer" zur Eröffnung des Festivals 2021. Im November 2020 wurde Oksana Lyniv mit der Oper!Awards Auszeichnung als beste Dirigentin des Jahres 2020 ausgezeichnet. In 2017-2020 - Chefdirigentin der Grazer Oper und der Grazer Philharmoniker (Österreich)

Großgefeiert wegen der außergewöhnlichen Kombination aus Präzision und Temperament ihres Dirigats und der faszinierenden Tiefe ihres musikalischen Verständnisses, steht Oksana Lyniv im Fokus internationaler Aufmerksamkeit und zählt zu den bedeutenden Dirigentinnen jüngerer Generation. Seit Beginn der Saison 2017/18 war Oksana Lyniv Chefdirigentin der Oper Graz und des Grazer Philharmoniker. Mit ihrer unerschöpfbarer Kreativität und einzigartigem künstlerischem Gespür brachte sie ein neues Atem im Musikleben einer der größten österreichischen Kulturstädten.

Internationale Konzerttätigkeit blüht in ihren Händen: als Gast-Dirigentin arbeitet sie mit zahlreichen weltweit führenden Orchestern und den renommiertesten Opernhäusern in Österreich, Deutschland, der Tschechischen Republik, Frankreich, der Schweiz, Spanien, Schweden, Estland, Ungarn, Rumänien, Japan und der Ukraine, wie Bayerisches Staatsorchester, Staatskapelle Berlin, Symphonieorchester des Bayerischen Rundfunks, RSO-Wien, Münchner Philharmoniker, Orchestra Philharmonie Luxembourg, Bruckner Orchester Linz, Düsseldorfer Symphoniker, München Sinfoniker, Philharmonisches Orchester Freiburg, Grazer Philharmoniker, Toulon Opera orchestra; als Operndirigentin gab sie Auftritte an der Bayerischen Staatsoper, Staatsoper Berlin, Oper Frankfurt, dem Gran Teatre del Liceu Bercelone, dem Theater an der Wien, der Staatsoper Stuttgart, der Estnischen Nationaloper, der Staatsoper Bonn, dem Theater Osnabrück, dem Theater Bremen, der Königlich Schwedischen Oper, der Lviv Nationaloper und Odessa Nationaloper.

Die wichtigsten Debüts in Oksana Lyniv Spielzeit 2019/20 waren: mit der Berliner Staatskapelle und mit den Münchner Philharmonikern, mit der Barenboim-Akademie im Pierre Boulez Saal in Berlin, an der Berliner Staatsoper mit Opern „Medea“ von L. Cherubini und "Die Zauberflöte" von W.A.Mozart, ebenfalls Produktion von "Aida" von G. Verdi im historischen Komplex Der Tempel der Hatschepsut in Luxor (Ägypten); Neuproduktionen der Opern „Don Carlos“ von G. Verdi, „Die Passagierin“ von M. Weinberg (die Premiere hat leider durch COVID-19 verursachte Beschränkungen nicht stattgefunden) und S. Prokofievs Ballett „Cinderella“ in der Grazer Oper (Österreich); und international gefeierte Rückkehr an die Bayerische Staatsoper mit musikalischer Leitung der neuen Produktion von Bartoks „Blaubarts Schloss“.

In der nächsten Spielzeit 2020/21 sind Lynivs Debüts an der Nationaloper Paris und der Oper Frankfurt, Produktionen an der Stuttgarter Staatsoper und am Theater an der Wien sowie in Zusammenarbeit mit der Karajan-Akademie der Berliner Philharmoniker und dem ORF Radio-Symphonieorchester Wien, als auch die Wiederaufnahme von „Judith“ an der Bayerischen Staatsoper erwartet.

Ihre internationale Karriere begann in 2004, als Oksana Lyniv den dritten Preis beim Gustav Mahler International Dirigierwettbewerb in Deutschland erhielt. Von 2008 bis 2013 arbeitete sie an der Odesa Nationaloper. Von 2013 bis 2017 war sie als musikalische Assistentin des GMDs Kirill Petrenko an der Bayerischen Staatsoper in München sowie als Dirigentin tätig. Mit großem Erfolg hat sie die Wiederaufnahmen wie von Donizetti „Lucia di Lammermoor“ oder von R.Strauss „Ariadne von Naxos“, als auch Neuproduktionen, unter anderen Britten „Albert Herring“ und von Boris Blacher „Die Flut“ dirigiert; für die Neuproduktionen der Kammeroper von Paul Ruders „ Selma Jezkova“ und Rossinis Oper „Le Comte Ory“ wurde sie mit dem Bayerischen Staatsoper Festspielpreis sowie mit dem Titel „Stern des Jahres 2015“ im Bereich „Klassik“ ausgezeichnet .

Parallel zur internationalen Karriere engagiert Oksana Lyniv sich leidenschaftlich für die Entwicklung der klassischen Musik in der Ukraine , spielt somit eine wichtige Rolle als eine der bedeutendsten Persönlichkeiten in Kulturlandschaft und gilt als Kulturbotschafterin der Ukraine in der Welt. Dafür wurde sie mit mehreren Titel ausgezeichnet, wie die Ehrenbotschafterin der Stadt Lemberg, und mir zahlreichen ukrainischen Preisen geehrt: der Medaille „For Intellectual Courage“ der Zeitschrift „Ji“, „People of Lviv“ (2017), „Menschen der Neuzeit“ (2017), „BOOM Awards 2018“; für ihre internationalen Projekte wurde sie von der Zeitschrift „Focus“ in Ratings „100 einflussreichsten Frauen der Ukraine“ und von der Zeitschrift „NV“ (2019) „Top 100“ bewertet.

Außerdem ist sie Preisträgerin des renommierten TREBBIA International Award in der Nominierung „For Art Activity“ (Czech Republik, 2019), erhielt den Status „Star of the Year 2015“ in der Nominierung „Classics“ und erhielt 2015 einen Preis des Münchner Opernfestivals, zwei Jahre in Folge wurde sie in der Kategorie „Kunst“ von Hochglanzmagazin Die Steierin (2018-2019, Graz, Österreich) nominiert.

2016 initiierte sie die Gründung des Internationalen Festivals für klassische Musik LvivMozArt in Lviv, Ukraine, und leitet es seitdem erfolgreich. Ebenfalls im Jahr 2016 wurde auf Initiative von Oksana Lyniv das Youth Symphony Orchestra der Ukraine / YsOU gegründet, das erste und einzige Jugendorchester in der Ukraine, das talentierte Jugendliche aus dem ganzen Land vereint. Das Orchester hat sich zu einer leistungsstarken Plattform für die Entwicklung junger Musiker aus allen Regionen der Ukraine entwickelt und sich mit brillanten Aufführungen in Bonn (Beehovenfest Bonn), Berlin (Young Euro Classic) und Bayreuth (Jugendkünstlerfestival Bayreuth), Graz (Musikverein Graz), Lviv (LvivMozArt Festival) und Kyiv bereits internationale Anerkennung erarbeitet.

„All das passiert mit der Körperspannung einer Tänzerin. Man glaubt, die zwischen ihr und den Musikern flottierende Energie förmlich sehen zu können…. “

(Die ZEIT, 20. September 2018)

Oksana Lyniv war die schlussendlich lautstark bejubelte Dirigentin. Hatte sie doch einen Abend lang alle, wirklich alle, Facetten Bártóks über die Rampe gebracht! Klar, penibel ihre Zeichengebung. Sinn für schlanke Dramaturgie, für eine außerordentliche klangliche Bandbreite von zart bis hart, von sanft bis messerscharf. Das Bayerische Staatsorchester las der großen Könnerin am Pult alle Wünsche von den Augen ab. Das Klangbild: von feingliedrig bis äußerst kompakt. Dennoch keinen Augenblick lang übersteuert oder gar lärmend! Trompeten- und Posaunenchor, die Soli von Flöte bis Fagott: das machen andere nicht so bald nach!

(Onlinemerker, Februar 2020)

«Eines der größten Geschenke Gottes an den Menschen ist das Geschenk der Wahl. Und es ist diese Frage der Wahl, die mich jeden Tag interessiert. Ich frage mich jeden Abend: Wofür habe ich heute gelebt? Das Wichtigste für mich ist, die Mitschöpferin meines Lebens, des Lebens unseres (meines) Landes und des Lebens unserer gesamten Zivilisation zu sein.»

O. Lyniv